WordPress als CMS?
Kategorie: CMS | Autor: Kristina Dahl
WordPress startete anfänglich als reines Blog-System und wird auch immer noch von den meisten Anwendern als eben solches verwendet. Inzwischen gibt es die Anwendnung seit fast 7 Jahren. Die erste stabile Version erschien am 3. Januar 2004. Seitdem ist viel passiert …
Bereits seit der Version 1.5 (alias „Strayhorn“) aus dem Jahr 2005 unterstützt WordPress das Verwalten von statischen Seiten, also Beiträgen außerhalb der normalen Weblog-Chronologie. Mit den sogenannten Pages ist es also möglich WordPress auch als Content Management System einzusetzen.
Hier gibt es allerdings fast gleichermaßen Befürworter wie auch Gegner. Die häufigsten Argumente gegen eine Verwendung von WordPress als CMS sind folgende:
- Sicherheit: Bei weit verbreiteter offener Software wie WordPress sind viele über die Existenz von Sicherheitslöchern informiert. Das ist allerdings auch bei anderen Open Source-Produkten der Fall; dementsprechend häufig werden vom Entwicklerteam Updates gefahren.
- Performance: Auch die Geschwindigkeit von WordPress lässt einige an der Eignung als CMS zweifeln. Die Geschwindigkeit wird z. B. durch die Installation von vielen Plugins, die zum Teil zur Nutzung als CMS notwendig sein können, eventuell etwas gedrosselt.
- Überflüssige und fehlende Funktionen: Voreingestellte Funktionen wie Trackbacks oder Kommentare bleiben vielleicht ungenutzt, bleiben aber über URLs erreichbar und stellen eventuell ein Sicherheitsrisiko dar. Wirklich gute Tools zur Erstellung dynamischer Menüs von komplexen Webseiten könnten dagegen noch hinzugefügt werden.
Doch es gibt viele einleuchtende Vorteile, die WordPress als gute CMS-Möglichkeit qualifizieren:
- Intuitive Bedienung: Fast jeder kann WordPress intuitiv bedienen und braucht keine lange Einarbeitungszeit.
- Community: Durch die vielen Blogger, die WordPress benutzen, ist die WordPress-Gemeinde eine der größten Communitys. Tauchen Probleme auf, bekommen User sehr schnell Hilfe in Foren o. Ä.
- SEO: In kaum einem anderen System sind die SEO-Einstellungen so unkompliziert vorzunehmen.
- Updates: Das Aktualisieren der neuen Versionen ist kinderleicht. Viele User bevorzugen ein System mit vielen kleinen Updates, die schnell und einfach zu installieren sind,und nehmen Abstand von Anwendungen mit wenigen Updates, die dann eventuell Probleme bereiten.
- Plugins und Themes en masse: Es gibt unendlich viele kostenlose Erweiterungen, die sich ohne Aufwand integrieren lassen. Mit Plugins kann der User z. B. Foren oder ganze Mitgliederbereiche einbinden und WordPress so sogar zu einer Community-Plattform werden lassen. WordPress-Themes lassen sich unkompliziert installieren und durch Themen-Tags simpel modifizieren und anpassen.
Fazit:
WordPress ist als CMS nutzbar. Es hat wie jedes System Stärken und Schwächen. Im Endeffekt muss jeder User für sich selbst entscheiden, ob WordPress für seine Zwecke die nötigen Funktionen mitbringt und Vor- und Nachteile abwägen.
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