Mittwald Blog
News für Agenturen, Freelancer und Unternehmen

Erfahren Sie Neues, Hilfreiches und Interessantes zu den Themen Webhosting, CMS, E-Commerce, Webentwicklung und dem Unternehmen Mittwald!

6 Teilnehmer mit je 3 Ideen und 5 Weitergaben – diese Eckdaten geben der 6-3-5-Methode ihren Namen. Entwickelt wurde sie 1968 vom Unternehmensberater Bernd Rohrbach, der ein Pendant zum Brainstorming erstellen wollte. Tatsächlich handelt es sich bei der Methode um eine Brainwriting-Technik. Was das genau heißt und wie Ihr die Methode anwenden könnt, erfahrt Ihr im heutigen Blog-Beitrag.

So funktioniert’s:

Jeder der 6 Teilnehmer bekommt ein Blatt Papier, das mit 3 Spalten und 6 Zeilen in 18 Kästchen aufgeteilt wird. Nun hat jeder ca. 5 Minuten Zeit, um sich für die Aufgaben-/Problem-Stellung 3 Ideen einfallen zu lassen und diese zu Papier zu bringen. Danach werden die Zettel einmal im Uhrzeigersinn herumgereicht. Nun haben die Teilnehmer die Aufgabe in weiteren 5 Minuten wieder 3 Ideen aufzuschreiben oder die Ideen ihres Nachbarn weiterzuentwickeln. Dieses wird so oft wiederholt bis jeder seinen eigenen Zettel wieder vor sich liegen hat, also 5 Mal.

Viele Ideen in kurzer Zeit

Im Bestfall entstehen so 108 Ideen in 30 Minuten. Dieses Ergebnis ist sicherlich nicht realistisch, denn natürlich gibt es dabei oft viele Überschneidungen. Allerdings bietet die Methode zahlreiche Vorteile wie z. B. ein direktes Feedback der Nachbarn. Außerdem werden die Ideen in jedem Fall gehört bzw. erfasst und nicht im Gespräch / in der Dikussion “zerredet”.

Kritik

Kritisiert wird die Methode für ihren “starren” Ablauf, der für viele auch eine Beeinträchtigung der Kreativität darstellt. Anders als beim eher “chaotischen” Brainstorming hat die Gruppe im Anschluss allerdings etwas “in der Hand”.  Daher bietet sich die Methode auch an, um ein vorausgegangenes Brainstorming zu vertiefen. Besonders hilfreich ist es, die gesammelten Ideen mit Hilfe der Methode auch noch auszuwerten. Im Tauschverfahren bewerten die Teilnehmer dann die einzelnen Ideen.

Vorteilhaft ist die Methode auch für Teilnehmer, die sonst eher still und zurückhaltend sind. Das ungestörte Entwickeln von Ideen wird durch die Methode gefördert und gibt auch ruhigeren Teilnehmern die Chance, sich mitzuteilen.

Jetzt seid Ihr dran: Habt Ihr diese Methode schon mal ausprobiert? Welche Erfahrungen habt Ihr dabei sammeln können?

Quellen:
kreativesdenken.com
printblogger.de

Weitere Beiträge der Kreativitäts-Reihe

>> Kreativität – Was ist das eigentlich?

>> Kreativitätstechniken (1): Die Walt-Disney-Methode

>> Kreativitätstechniken (2): Die SIL-Methode

>> Kreativitätstechniken (3): Die sechs Denkhüte

Fragen oder Ergänzungen? Wir freuen uns über Feedback!

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.